Einen äußerst harmonischen Verlauf nahm der
BABV-Verbandstag 2014 in Augsburg, zu dem Präsident Heinz-Günter Deuster den
DBV-Präsidenten Jürgen Kyas, DBV-Sportdirektor Michael Müller, Prof. Dr. Robert
Huber vom Arbeitskreis des Landesstützpunktes Straubing und DBV-Ehrenpräsident
Paul Forschbach begrüßen konnte.

 


Bereits vor Beginn der Sitzung gab es hohes Lob für den BABV durch
DBV-Präsidenten Kyas, der den BABV als den großen Leistungsträger im deutschen
Boxsport bezeichnete.

DBV-Sportdirektor Michael  Müller ging unter anderem auf den
Leistungsstützpunkt in Straubing ein. Die Basis für die Errichtung eines
anerkannten Bundesstützpunktes wurde durch den BABV und die finanzielle
Unterstützung durch die Stadt Straubing geschaffen. Müller ging davon aus, dass
in nächster Zeit die Erhebung zum Bundesstützpunkt erfolgen kann, bemängelte
aber gleichzeitig die mangelnde Unterstützung durch die Politik. Hier - so
Müller - werde zu viel in den Wintersport zu lasten der so genannten
Sommersportarten investiert.

Prof. Huber verwies auf den in Straubing für den LSP gebildeten Arbeitskreis
hin, dessen Konzept Leistungssport, soziale Absicherung und schulische
Ausbildung der Amateurboxer beinhaltet.

Präsident Deuster ging in seinem Rechenschaftsbericht auf die Erfolge bayerischer
Athleten ein. Besonders hob er die Leistung des BC Straubing hervor, der in der
Deutschen Bundesliga derzeit den 2. Platz belegt und das mit dem kleinsten Etat
der Bundesliga. Für die derzeitige Leistungsstärke der bayerischen Boxer
spricht auch, dass 15 von ihnen in den DBV-Kader aufgenommen wurden und mit
Sergej Michel und Edgar Walth zwei Bayern an der Box-Weltmeisterschaft
teilgenommen haben. Deuster konnte zudem von einem erheblichen Zuwachs an
weiblichen Athletinnen berichten.

Derzeit sind dem BABV 111 Vereine mit 10196 Mitglieder, darunter 1626 Frauen,
angeschlossen. Als Mitglied stärkster Verein präsentierte sich wie in den
Jahren zuvor der BC Piccolo Fürstenfeldbruck vor dem MTV München und TSV 1860
München.

Einen breiteren Rahmen des Vortrags von Deuster nahm auch die Prävention gegen
sexuelle Gewalt und von Doping ein. Interessant hierzu die Aussage von
Sportdirektor Müller, dass der Deutsche Box-Sportverband ein
Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, das bis Ende dieses Jahres den Athleten
zur Vergügung stehen wird.

Die erforderlichen Neuwahlen brachten nahezu einstimmige Ergebnisse.
Wiedergewählt wurden Heinz-Günter Deuster zum Präsidenten und Horst Kolb zum
Vize. Manfred Kaltenhäuser bleibt Schatzmeister. In ihren Ämtern bestätigt wurden
Karl-Heinrich Pauckner (1. Landessportwart), Gerhard Winnerl (1.
Landesjugendwart), Gert-Ulrich Langer (Kampfrichterobmann), Günther Weil
(Pressewart), Dr. Otmar Galla-Brosch (Verbandsarzt), Simone Pauckner
(Frauenbeauftragte), Ferdinand Meier und Helmut Auernhammer (Revisoren),
Rechtsanwalt Markus Fendt (Vorsitzender des Landesschiedsgerichts) und
Rechtsanwalt Alois Finkenzeller als LSG-Stellvertreter. Als Rechtswart fungiert
zukünftig Rechtsanwalt Richard Langer, der vom bisherigen Rechtswart Günther Weil
vertreten wird. Als 2. Landessportwarts ist nunmehr Alfred Hörauf tätig, zum 2.
Landesjugendwart wählten die Delegierten Leonhard Kern und zum Lehrwart Stephan
Feldmeier.

Für den aus persönlichen Gründen nicht mehr angetretenen Verbandsarzt Dr. Karl-Adolf
Katelhän konnte Dr. Ekkehard Bock als dessen Nachfolger gewonnen werden. Die
jahrelange ehrenamtlich Tätigkeit des scheidenden Dr. Katelhön belohnte das
Gremium mit der Ernennung zum BABV-Ehrenmitglied.

Mit der Verleihung der BABV-Ehrennadel in Gold und der BLSV-Ehrennadel in
Silber mit Gold an Präsident Heinz-Günter Deuster wurde dessen herausragende
Arbeit um den Boxsport honoriert. Eine weitere Ehrung wurde Landesjugendwart
Gerhard Winnerl zuteil. Ihm verlieh Ehrenpräsident Paul Forschbach die Silberne
Ehrennadel des DBV.