Peter Stettinger, Trainer beim Box Club Weißenburg und zugleich Verbandstrainer des BABV, ist vergangene Woche eine besondere Ehre zuteil geworden: Zusammen mit der deutschen Nationalmannschaft ist er vom DBV nominiert worden zu einem internationalen A-Turnier ins russische St. Petersburg zu fliegen.
Aufgrund von Neuerungen im olympischen Boxen, gibt es beim DBV seit diesem Jahr auch die Möglichkeit beim Profiboxen (APB) teilzunehmen. Aufgrund der dadurch zusätzlichen Belastung ist jetzt ein Engpass bei den Nationaltrainern aufgetreten, sodass der DBV auf Trainer aus den Landesverbänden zurückgreifen musste. Diese besondere Ehre wurde vergangen Woche dem Höttinger Peter Stettinger zuteil. Der Trainer vom BC Weißenburg sollte, gemeinsam mit Michael Gratschow (Landesverband Niedersachsen), die Athleten der Nationalmannschaft bei einem internationalen A-Turnier mit insgesamt 12 Nationen in St. Petersburg betreuen. Am Sonntag den 09.11.2014 flog die Delegation mit sieben Boxern, zwei Trainern, einem „Cutman“ und einem Ringrichter vom Flughafen Frankfurt in Richtung Russland.

 

 

 

 

 

Von Montag bis Freitag sollten dann die Kämpfe (mit denAchtelfinals beginnend) der insgesamt 98 Athleten über die Bühne gehen. Auch wenn keiner der deutschen Kämpfer den Finaleinzug geschafft hat, so standen am Ende für den DBV vier Bronzemedaillen bei einem hochkarätigen Turnier in beeindruckendem Ambiente zu Buche. Besonders erfreulich für Stettinger dürfte gewesen sein, dass es sich bei zwei der vier Medaillengewinner um bayerische Boxer handelte. Andreas Klein vom TV Altötting scheiterte, nach Siegen im Achtel- und Viertelfinale, nur knapp am Finaleinzug. Richtig ärgerlich war der Ausgang im Halbfinale von Hovik Barsegjanvom TSV 1860 München. Nach seinen Siegen im Achtel- und Viertelfinale zog sich der Oberbayer in der zweiten Runde des Halbfinals einen „Cut“ zu, sodass der Ringrichter den Kampf abbrechen musste. Auch wenn die Verletzung das Ende dieses Kampfes bedeutete so zeigte sich Stettinger dennoch beeindruckt von der Arbeit des „Cutmans“ auf diesem Niveau: Die stark klaffende Wunde mit drei Rissen konnte der Fachmann vom DBV problemlos schließen.
Alles in Allem war sein Einsatz für den DBV für Peter Stettinger eine tolle Erfahrung und auch beim DBV zeigte man sich mit seiner Arbeit absolut zufrieden. Dem BCW-Trainer bleibt zu wünschen, dass es nicht sein letzter Auftritt als Nationaltrainer war.