Der BC Weißenburg ist nun endgültig in der Boxsaison 2017 angekommen. Nach ersten Erfolgen bei Auswärtsstarts im Frühjahr war man im Juni gleich an zwei aufeinander folgenden Wochenenden unterwegs. Da traf es sich nahezu perfekt, dass der BCW Anfang des Monats einen neuen Vereinsbus in Empfang nehmen konnte. Das alte Fahrzeug war nach tausenden von „Box-Kilometern" quer durch teilweise halb Europa schlussendlich zu stark verschlissen. Bleibt zu hoffen, dass der neue 9-Sitzer Bus Trainer und Athleten sicher und zuverlässig zu den zukünftigen Veranstaltungen bringt.

 

 

 

 

Am Sonntag den 18. Juni trat die Weißenburger Boxstaffel auf dem Olchinger Volksfest gegen die Mannschaft des BC Piccolo Fürstenfeldbruck an. Der BCW pflegt seit langen Jahren eine gute Freundschaft zu dem oberbayerischen Traditionsverein rund um seinen langjährigen Vorstand Manfred Kaltenhäuser und Trainer-Urgestein Wolfgang Schwamberger. Dementsprechend herzlich waren auch die Grußworte von beiden Seiten, bevor um 10:30 Uhr der Gong zur ersten Runde ertönte. Auf dem Programm standen 14 Kämpfe vom Juniorinnen Fliegengewicht bis zum Senioren Schwergewicht. BCW-Nachwuchsathlet Erik Huber konnte in seinem Kampf über drei Runden im Junioren Weltergewicht die größere Erfahrung seines Gegners Ahmet Sünbüle nicht ausgleichen und musste daher eine knappe Punktniederlage hinnehmen. Besser lief es für den aufstrebenden Kris Bushi. Er beherrschte Johannes Ziegleder im Männer Halbweltergewicht deutlich und sicherte sich einen klaren Punktsieg. Die beiden Trainer im Dienst des BCW, Peter Stettinger und Robert Huber, leisteten hervorragende Arbeit in der Ringecke und konnten die Athleten immer wieder nach vorne treiben. Am Ende einer sehenswerten Veranstaltung vor knapp 1000 Zuschauern im Festzelt von Olching stand für den Boxclub Weißenburg trotz Fürstenfeldbrucker Heimvorteil ein 16:12 Auswärtssieg zu Buche. Die BCW-Führung um Sportvorstand Philipp Lang und den mitgereisten Präsident Heiner Pauckner bewies somit ein gutes Händchen bei der Kampfzusammenstellung und Auswahl der Gastboxer.

Knapp eine Woche später wartete schon die nächste Herausforderung auf die Weißenburger Faustkämpfer. Dieses Mal reiste die Boxstaffel angeführt von ihrem 1. Vorstand Heiner Pauckner und den Trainern Gunnar Lexow, Michael Hensel und Nikola Nikic nach Baden um am Samstagabend gegen die Boxabteilung des Karlsruher Sportclub anzutreten. Ebenfalls mit an Bord war Simone Pauckner, die als Ring- und Punktrichterin agieren sollte. Bei dem Box-Event handelte es sich um eine Gedenkveranstaltung für Heinz Birkle, einen vor fünf Jahren verstorbenen Karlsruher Sportfunktionär. Bundesverdienstkreuzträger Birkle, der den Großteil seines Lebens in den Dienst des Boxsports gestellt hat, galt sowohl beim KSC als auch im Deutschen und Badischen Boxverband als Ikone. Ihm zur Ehre und auch in Erwartung eines hochklassigen Boxabends fand sich sogar die Profimannschaft der KSC-Fußballabteilung samt Trainer im Publikum ein.

Zu Beginn der Veranstaltung zeigte sich schnell, dass die Erwartungen der Zuschauer nicht enttäuscht werden sollten, denn es entwickelten sich attraktive Kämpfe mit nationalen und internationalen Titelträgern. Anders als noch am Wochenende zuvor, reichte es für den Weißenburger Weltergewichtler Kris Bushi leider nicht zum Sieg. Dass er seinem Gegner Jan Inci vom KSC an diesem Abend nach ordentlicher Leistung den Punktsieg überlassen musste, stellt allerdings nur einen kleinen Knick in seiner aufsteigenden Formkurve dar. Im Senioren Schwergewicht hatte Mirsolav Nikic gegen Collin Biesenberger das Nachsehen, weshalb auch hier die Punkte in die Karlsruher Ecke wanderten. Für seinen Bruder Nemanja Nikic im Jugend Weltergewicht lief es besser, er konnte sich einen Punktsieg über Dominik Petranovic erkämpfen. Den besten Kampf des Abends lieferte jedoch Rakhim Sidaev, ebenfalls im Jugend Weltergewicht, ab. Gegen den mehrfachen Baden-Württembergischen Meister Kai Schneider zeigte Sidaev technisch versiertes Boxen auf höchstem Niveau. Hier sahen die Zuschauer auch, warum er kürzlich vom Bayerischen Landesverband für die Deutsche Meisterschaft in Velbert nominiert wurde. In dieser Form gehört Rakhim Sidaev sicherlich zu den absoluten Leistungsträgern beim BCW für die kommenden Heimveranstaltungen.

Nach 10 attraktiven Kämpfen lautete das Endergebnis 10:10 Unentschieden, was auf Grund des starken Gegners mehr als nur einen Achtungserfolg für die Weißenburger Boxstaffel darstellt.

Mit der Motivation aus zwei erfolgreichen Auswärtsstarts gehen die Weißenburger Verantwortlichen und Athleten nun engagiert in die Vorbereitung auf die Highlights in diesem Sommer – und die haben es in sich. Am 16. Juli empfängt der BCW die Staffel von Hertha BSC Berlin zum alljährlichen Vergleichskampf auf dem Treuchtlinger Volksfest. Schon genau eine Woche später, am 23. Juli, steigen die Weißenburger Boxer auf der Pappenheimer Kirchweih gegen den SC Bavaria Landshut in den Ring. Bei der traditionsreichen Boxveranstaltung auf der Weißenburger Kirchweih am 20. August wird den Zuschauern dieses Jahr ein internationaler „sportlicher Leckerbissen" geboten. Der BCW-Führung um Heiner Pauckner ist es gelungen, die Mannschaft vom BC Wladimir Moskau aus der russischen Hauptstadt als Gegner zu verpflichten. Dem boxinteressierten Publikum im Raum Weißenburg steht somit ein ereignisreicher Sommer bevor. Beginn der Veranstaltungen ist in Treuchtlingen und Weißenburg um 10:15 Uhr, in Pappenheim um 10.30 Uhr, Karten können am Eingang erworben werden.