Maximilian Schmunk ist Deutscher Vizemeister im Fliegengewicht

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Maximilian Schmunk ist Deutscher Vizemeister im Fliegengewicht

Der Boxer Maximilian Schmunk vom BC Weißenburg hat sich vergangene Woche die Silbermedaille auf der Deutschen Meisterschaft der Kadetten (U15) in Lindow (Brandenburg) erkämpft.

Es ist einmal mehr eine ganz besondere Geschichte die hinter dem Deutschen Vizemeistertitel von Max Schmunk steckt. Vor zweieinhalb Jahren entschied sich Max für den Boxsport und schloss sich dem BCW an. Von Beginn an zeigte er sich diszipliniert, trainingsfleißig und saugte die Anweisungen seiner Trainer auf. Wenngleich seine Kampferfahrungen nicht direkt vom Erfolg gekrönt waren, steckte er nicht den Kopf in den Sand, sondern versucht aus jedem Kampf zu lernen. In jedem einzelnen Kampf konnten seine Trainer eine positive Entwicklung bei dem jungen Sportler erkennen. Dennoch blieb ihm oftmals ein Sieg in knappen Punkturteilen verwehrt. Allen voran BCW Cheftrainer Peter Stettinger hatte aber keinen Zweifel daran dass Max auch auf der Bayerischen Meisterschaft konkurrenzfähig ist. Mit einem Sieg im Halbfinale konnte er diese Annahme auch voll und ganz bestätigen. Im Finale war es dann mal wieder eines dieser knappen Urteile das zu Ungunsten des Weißenburgers ausfiel. Unglücklicher Bayerischer Vizemeister, aber was viel wichtiger war, sowohl der Jugendwart des BABV als auch der leitende Verbandstrainer erkannten das Potential des BCW Athleten und beriefen ihn für den Bayernkader. Durch überzeugende Trainingsleistungen wurde Max für den Ostseepokal an der Sportschule Zinnowitz – ein internationales U15 Turnier mit Teilnehmern aus allen Landesverbänden sowie aus Schweden, Litauen und Polen – Anfang Mai nominiert. Im Halbfinale wartete dort auf den jungen Weißenburger eine nahezu unlösbare Aufgabe – Jafari Ahmed Taha vom Landesverband Sachsenanhalt mit 24 Siegen aus 26 Kämpfen. Max hatte zu diesem Zeitpunkt 2 Siege aus 9 Kämpfen. Das war ein Sieg zu wenig um für die Deutsche Meisterschaft zugelassen zu werden und den wollte er sich in Zinnowitz holen. Der haushohe Favorit aus Sachsen Anhalt hatte natürlich was dagegen und so lieferten sich beide einen hochklassigen Kampf auf Augenhöhe in dem Ahmed Taha aber immer wieder die besseren Treffer für sich verbuchen konnte. Eine Punktniederlage in einem Kampf auf den Max Schmunk zwar stolz sein kann, die für ihn aber dennoch bitter schmeckte, weil er dadurch eine mögliche Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft aus seinem Kopf streichen musste.

Aus der Ausschreibung ging klar hervor, dass für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft drei Siege vorgeschrieben sind und die hatte Max nicht. Und dennoch wurde er nominiert. Der leitende Verbandstrainer des BABV Kai Melder hatte eine Sondergenehmigung  für Schmunk beantragt und so wurde er für die Meisterschaft zugelassen. Sicherlich kein gewöhnlicher Vorgang für einen Landesverband, da jede Teilnehme mit entsprechenden Kosten verbunden ist und die Konkurrenz auf nationaler Ebene durchaus groß ist.

Der 14 jährige Weißenburger hatte die Verantwortlichen davon überzeugt, dass er auf nationaler bestehen kann, diese schenkten ihm das Vertrauen im U15 Fliegengewicht für Bayern auf der Deutschen Meisterschaft zu starten. 

Im Viertelfinale hatte Max dann auch mal das „Glück des Tüchtigen“ und er erhielt ein Freilos, sodass er direkt im Halbfinale am Freitag in den Wettkampf starten konnte. Gegen Lennox Karschunke vom gastgebenden Landesverband Brandenburg stieg der Weißenburger hochmotiviert in den Ring und lies von Beginn an keinen Zweifel daran ins Finale einziehen zu wollen. Auf einer Deutschen Meisterschaft natürlich alles andere als ein Spaziergang und so entwickelte sich ein hochklassiger Kampf auf Augenhöhe in dem Max mit leichten Punktvorteilen in die dritte Runde starten konnte. Spätestens jetzt zeigte Schmunk, dass das in ihn gesetzte Vertrauen mehr als gerechtfertigt war. Mit klaren Treffern brachte er den Brandenburger immer wieder in Bedrängnis, sodass dieser vom Ringrichter auch angezählt wurde. Ein hochverdienter Sieg nach Punkten und der damit verbunden Finaleinzug für den BCW Athleten.

Dort wartet dann mit Mirlind Gashi aus Niedersachsen, der eine Bilanz von 16 Siegen aus 18 Kämpfen vorzuweisen hatte, wieder eine echte Mammutaufgabe. Ohne Abtasten und taktieren gingen beide Finalteilnehmer direkt aufs Ganze. Klare Treffer auf beiden Seiten prägten die erste Runde, auch wenn Max für einen dieser Treffer angezählt werden musste konnte er sich schnell wieder fangen und selbst weitere gute Treffer setzten. Eine intensive Runde mit leichten Vorteilen für Gashi. Zu Beginn der zweiten Runde musste der Weißenburger dann einen weiteren Treffer auf die Nase hinnehmen, welche vom Vortag bereits etwas angeschlagen war. Mit Blick auf die Gesundheit des Sportlers reagierte die bayerische Ecke schnell und gab den Kampf auf um ihren Athleten zu schützten.

Auch wenn man Maxmilian Schmunk unmittelbar nach dem Kampf die Enttäuschung über das verlorene Finale noch anmerkte, so überwog bereits am Sonntag der Stolz über die Silbermedaille bei der Deutschen Meisterschaft.  

Stolz zeigen sich aber auch seine Trainer vom BC Weißenburg über diese herausragende Leistung ihres Schützlings. „Max hat sich das wirklich mehr als verdient, er musste immer wieder Rückschläge hinnehmen und auch einige unglückliche Punkturteile über sich ergehen lassen, er hat sich davon nicht entmutigen lassen. Wenn er weiter so konzentriert und diszipliniert trainiert wird man noch viel von ihm hören, “ ist sich das Trainerteam einig.     

Max links in rot nach seinem Halbfinalsieg
Max in rot im Finalkampf